AGB Ver­mie­tung

Miet­park All­ge­mei­ne Geschäftsbedingungen

 

1. Ange­bo­te, Ver­trags­ab­schluß, aus­schließ­li­che Ein­be­zie­hung der nach­fol­gen­den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB) des Ver­mie­ters, Kaution

 

1.1 Miet­ver­trä­ge zwi­schen dem Ver­mie­ter und dem Mie­ter kom­men aus­schließ­lich unter Zugrun­de­le­gung die­ser All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen (im fol­gen­den genannt: AGB) zustande.

1.1.1 Sie gel­ten auch für alle künf­ti­gen Miet­ver­trags­schlüs­se zwi­schen den Ver­trags­par­tei­en, auch wenn sie nicht noch­mals aus­drück­lich ver­ein­bart werden.

1.1.2 Etwai­ge All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen des Mie­ters sind nur inso­weit wirk­sam, wie sie die­sen AGB nicht wider­spre­chen oder durch den Ver­mie­ter schrift­lich aner­kannt wer­den. Ver­wen­det der Mie­ter im Zusam­men­hang mit dem Abschluss von Miet­ver­trä­gen eige­ne AGB, ist er ver­pflich­tet, den Ver­mie­ter hier­auf hin­zu­wei­sen. Erfolgt dies nicht, so gilt zwi­schen den Ver­trags­par­tei­en als ver­ein­bart, dass der Mie­ter dar­auf ver­zich­tet, aus sei­nen AGB Rech­te gel­tend zu machen, die den­je­ni­gen der AGB des Ver­mie­ters widersprechen.

1.1.3 Soweit die AGB des Ver­mie­ters kei­ne aus­drück­li­che Rege­lung tref­fen, gilt das Gesetz. Die­ses kann durch AGB des Mie­ters nicht zum Nach­teil des Ver­mie­ters abbe­dun­gen werden.

1.1.4 Der Ver­mie­ter weist aus­drück­lich dar­auf hin, dass für die Anmie­tung bestimm­ter spe­zi­el­ler Miet­ge­gen­stän­de oder für die Durch­füh­rung von Repa­ra­tu­ren im Zusam­men­hang mit dem durch die­se AGB näher gere­gel­ten Miet­ver­trag zusätz­li­che AGB gel­ten, wie bei­spiels­wei­se für

  • die Anmie­tung von Containern,
  • die Anmie­tung von Arbeitsbühnen,
  • die Durch­füh­rung von Repa­ra­tu­ren im allgemeinen,
  • die Repa­ra­tur von Diamantwerkzeugen,
  • die Anmie­tung von Hochbaukränen.

 

1.1.5 Sowohl bei schrift­li­chem als auch bei münd­li­chem Ver­trags­schluss ver­si­chert der Emp­fän­ger des Miet­ge­gen­stan­des, falls er nicht selbst der Mie­ter ist, aus­drück­lich, zum Abschluss des Miet­ver­tra­ges und zur Inemp­fang­nah­me des Miet­ge­gen­stan­des bevoll­mäch­tigt zu sein.

1.2 Die Ange­bo­te des Ver­mie­ters sind unverbindlich.

1.3 Sämt­li­che münd­li­chen und schrift­li­chen Anga­ben über den Miet­ge­gen­stand, wie bei­spiels­wei­se in Wer­be­un­ter­la­gen, Abbil­dun­gen, Ver­zeich­nis­sen oder sons­ti­gen Unter­la­gen, über tech­ni­sche Leis­tung, Betriebs­ei­gen­schaf­ten und Ver­wend­bar­keit für den von dem Mie­ter beab­sich­tig­ten Ver­wen­dungs­zweck sind nur bei schrift­li­cher Bestä­ti­gung durch den Ver­mie­ter Vertragsbestandteil.

1.4 Der Ver­mie­ter haf­tet nicht für die Rich­tig­keit von Her­stel­ler­an­ga­ben. Er ver­pflich­tet sich jedoch gegen­über dem Mie­ter, die­sem etwai­ge Ansprü­che gegen den Her­stel­ler auf Ver­lan­gen des Mie­ters unver­züg­lich abzutreten.

1.5 Der Ver­mie­ter behält sich aus­drück­lich die Ver­mie­tung eines ande­ren als des ange­bo­te­nen Miet­ge­gen­stan­des vor, falls der ande­re Miet­ge­gen­stand für den durch den Mie­ter beab­sich­tig­ten Gebrauch in ver­gleich­ba­rer Wei­se geeig­net ist und die Ver­mie­tung des ande­ren Miet­ge­gen­stan­des unter Berück­sich­ti­gung der Inter­es­sen des Ver­mie­ters für den Mie­ter zumut­bar ist.

1.6 Der Ver­mie­ter behält sich vor, bei Abschluss des Ver­tra­ges, oder wäh­rend der Lauf­zeit des Ver­tra­ges, die Gestel­lung einer im Sin­ne des § 315 BGB ange­mes­se­nen Kau­ti­on zu verlangen.

 

 

2. Dau­er des Mietverhältnisses

 

2.1 Das Miet­ver­hält­nis beginnt mit Unter­zeich­nung des Miet­ver­tra­ges, sofern im Miet­ver­trag nicht aus­drück­lich ein abwei­chen­der Zeit­punkt ver­ein­bart ist. Bei einem münd­li­chen Miet­ver­trags­ab­schluss beginnt das Miet­ver­hält­nis zum münd­lich ver­ein­bar­ten Zeit­punkt und, wenn die­ser nicht ein­deu­tig erweis­bar ist, spä­tes­tens mit Über­ga­be des Mietgegenstandes.

2.2 Das Miet­ver­hält­nis endet unter fol­gen­den Voraussetzungen:

  1. Bei einem auf einen bestimm­ten Zeit­raum abge­schlos­se­nen Miet­ver­trag mit Ablauf des ver­ein­bar­ten letz­ten Tages;
  2. bei einem auf unbe­stimm­te Zeit ver­ein­bar­ten Miet­ver­hält­nis: ent­we­der durch Kün­di­gung des Ver­mie­ters unter Wah­rung einer Frist von zwei Wochen, oder man­gels Kün­di­gung durch den Ver­mie­ter mit der voll­stän­di­gen Rück­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des ein­schließ­lich etwai­gem Zube­hör an den Ver­mie­ter und der bei­der­sei­ti­gen Unter­zeich­nung des Rück­ga­be­pro­to­kolls durch die Ver­trags­par­tei­en sowie des wei­te­ren durch Kün­di­gung des Mie­ters wegen Gebrauchs­ent­zu­ges (oder Nicht­ge­wäh­rung des Gebrauchs) gemäß § 542 BGB.

 

2.3 Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, die Rück­ga­be recht­zei­tig, min­des­tens jedoch fünf Werk­ta­ge im vor­aus, gegen­über dem Ver­mie­ter anzu­kün­di­gen. Ande­ren­falls ver­län­gert sich das Miet­ver­hält­nis um min­des­tens fünf Werktage.

2.4 Wird der Miet­ge­gen­stand durch den Mie­ter mit Ein­ver­ständ­nis des Ver­mie­ters unmit­tel­bar einem Nach­mie­ter über­las­sen, endet das Miet­ver­hält­nis mit dem Mie­ter, sobald dem Ver­mie­ter die vor­be­halt­lo­se Emp­fangs­be­stä­ti­gung des Nach­mie­ters zuge­gan­gen ist.

 

 

3. Über­ga­be des Mietgegenstandes

 

3.1 Der Ver­mie­ter ist ver­pflich­tet, den Miet­ge­gen­stand män­gel­frei und betriebs­be­reit zu über­ge­ben. Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, den Miet­ge­gen­stand bei Inemp­fang­nah­me auf Män­gel­frei­heit und Betriebs­be­reit­schaft zu prü­fen. Mit bean­stan­dungs frei­er Inemp­fang­nah­me erkennt der Mie­ter den Miet­ge­gen­stand als man­gel­frei und betriebs­be­reit an.

3.2 Mit Unter­zeich­nung des Miet­ver­tra­ges bestä­tigt der Mie­ter des wei­te­ren den Emp­fang der Gerä­te­pa­pie­re (Bedie­nungs­an­lei­tun­gen etc.), soweit sol­che für die ein­zel­nen zu ver­mie­ten­den Gerä­te durch den jewei­li­gen Her­stel­ler zur Ver­fü­gung stehen.

3.3 Mit der Über­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des gehen sämt­li­che Gefah­ren aus einer Ver­let­zung der Obhuts­pflicht bezüg­lich des Miet­ge­gen­stan­des durch den Ver­mie­ter auf den Mie­ter über, ins­be­son­de­re die­je­ni­gen des Unter­gan­ges, des Ver­lus­tes, des Dieb­stahls, der Ver­schlech­te­rung, Beschä­di­gung und der vor­zei­ti­gen Abnut­zung. Für den Fall des Dieb­stahls, der Beschä­di­gung durch Drit­te und sons­ti­ger Delik­te ist der Mie­ter zur unver­züg­li­chen Anzei­ge bei der ört­lich zustän­di­gen Poli­zei­dienst­stel­le und der dies­be­züg­li­chen Beweis­si­che­rung sowie zur unver­züg­li­chen Benach­rich­ti­gung des Ver­mie­ters in allen vor­ge­nann­ten Fäl­len verpflichtet.

3.4 Kommt der Ver­mie­ter mit der Über­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des in Ver­zug, weil der Vor­mie­ter den Miet­ge­gen­stand nicht recht­zei­tig zurück­ge­ge­ben hat, ist der Mie­ter von der Zah­lung des Miet­zin­ses befreit. Für den Zeit­raum von bis zu drei Werk­ta­gen sind Scha­den­er­satz­an­sprü­che des Mie­ters gegen den Ver­mie­ter inso­weit aus­ge­schlos­sen, als der Ver­mie­ter nicht von dem Vor­mie­ter Scha­den­er­satz erlangt. Der Ver­mie­ter ver­pflich­tet sich jedoch, auf Ver­lan­gen des Mie­ters Scha­den­er­satz­an­sprü­che gegen den Vor­mie­ter an den Mie­ter unver­züg­lich abzutreten.

 

4. Nut­zung des Miet­ge­gen­stan­des durch den Mie­ter, Repa­ra­tur- und War­tungs­ar­bei­ten, Ein­satz­ort, Gebrauchs­über­las­sung, Pfän­dungs- und sons­ti­ge Maß­nah­men Drit­ter, Versicherungspflicht.

 

4.1 Der Mie­ter ver­pflich­tet sich, den Miet­ge­gen­stand aus­schließ­lich an dem ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Ein­satz­ort im Rah­men der betriebs­tech­ni­schen Eig­nung des Miet­ge­gen­stan­des ein­zu­set­zen und aus­schließ­lich durch geeig­ne­tes Fach­per­so­nal bedie­nen und durch geeig­ne­tes Fach­per­so­nal oder durch den Ver­mie­ter oder durch sons­ti­ge fach­kun­di­ge Unter­neh­men war­ten zu las­sen und aus­schließ­lich tech­nisch geeig­ne­te und gesetz­lich zuläs­si­ge Betriebs­mit­tel zu ver­wen­den.
Bedie­nungs- und War­tungs­an­lei­tun­gen sind durch den Mie­ter und sei­ne Erfül­lungs­ge­hil­fen voll­um­fäng­lich zu beach­ten und ins­be­son­de­re eine Über­las­tung des Miet­ge­gen­stan­des zu ver­mei­den.
Eine Nut­zung des Miet­ge­gen­stan­des Rad/Hoflader durch den Mie­ter im öffent­li­chen Stra­ßen­ver­kehr ist nur zuläs­sig bei lee­rer Lade­schau­fel und Ver­wen­dung des durch den Ver­mie­ter mit­ge­lie­fer­ten Schaufel/Zahnschutz. Eine Mit­füh­rung von Gegen­stän­den in der Lade­schau­fel vom Miet­ge­rät durch den Mie­ter ist nicht gestat­tet.  Gleich­zei­tig muss der Mie­ter oder des­sen bevoll­mäch­tig­ter Fah­rer über einen ent­spre­chen­den Füh­rer­schein zum Füh­ren der ange­mie­te­ten Maschi­ne ver­fü­gen.
Für Maschi­nen mit einer bau­art­be­ding­ten­Höchst­ge­schwin­dig­keit bis 6 km/h ist kein Füh­rer­schein erfor­der­lich.; bis 25 km/h ist der Füh­rer­schein Klas­se L (ehe­mals Klas­se 5) erfor­der­lich; über 25 km/h gilt die Rege­lung: Für Fahr­zeu­ge bis 3,5 to benö­tigt der Fah­rer Klas­se B, für Fahr­zeu­ge ab 3,5 to bis 7,5 to Klas­se C (ehe­mals Klas­se 3), für Fahr­zeu­ge über 7,5 to Klas­se C (ehe­mals Klas­se 2).

4.2 Der Ver­mie­ter ist jeder­zeit berech­tigt, den Miet­ge­gen­stand zu besich­ti­gen und tech­nisch zu unter­su­chen oder unter­su­chen zu las­sen. Die Kos­ten hier­für trägt der Ver­mie­ter, falls sich nicht ein Man­gel her­aus­stellt, den der Mie­ter pflicht­wid­rig nicht besei­tigt hat.

4.3 Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, sämt­li­che durch ihn zu ver­tre­ten­den Repa­ra­tur­ar­bei­ten auf sei­ne Kos­ten durch den Ver­mie­ter aus­füh­ren zu las­sen. Die­se Ver­pflich­tung besteht nur dann nicht, wenn der Mie­ter nach­weist, dass er die Repa­ra­tur­ar­bei­ten von einem durch ihn aus­ge­wähl­ten Fach­un­ter­neh­men schnel­ler und/oder kos­ten­güns­ti­ger durch­füh­ren las­sen kann. Vor Durch­füh­rung die­ser Arbei­ten ist der Ver­mie­ter zu benach­rich­ti­gen. Der Ver­mie­ter ist berech­tigt, für die Durch­füh­rung der Arbei­ten ver­bind­li­che Anwei­sun­gen zu ertei­len, wie bei­spiels­wei­se die Aus­wahl der Ersatz­tei­le. In jedem Fall muss die Repa­ra­tur unter Ver­wen­dung von Ori­gi­nal­er­satz­tei­len erfolgen.

4.4 Die Ver­brin­gung des Miet­ge­gen­stan­des an einen ande­ren Ein­satz­ort, ins­be­son­de­re in das ost­eu­ro­päi­sche Aus­land, bedarf der schrift­li­chen Zustim­mung des Ver­mie­ters und des Nach­wei­ses des durch den Mie­ter zu beschaf­fen­den umfas­sen­den Ver­si­che­rungs­schut­zes, ins­be­son­de­re für die Risi­ken des Dieb­stahls, Bran­des und sons­ti­gen Abhan­den­kom­mens und der zeit­wei­li­gen Nicht­rück­führ­bar­keit. Die Ver­si­che­rung muss auf den Ver­mie­ter als Begüns­tig­ten abge­schlos­sen werden.

4.5 Die Unter­ver­mie­tung oder sons­ti­ge Gebrauchs­über­las­sung an Drit­te, die nicht Ange­stell­te oder Arbei­ter des Mie­ters sind, ist ausgeschlossen.

4.6 Soll­ten Drit­te durch Pfän­dung, Beschlag­nah­me oder auf­grund sons­ti­ger Rech­te oder unbe­fugt Rech­te an dem Miet­ge­gen­stand gel­tend machen oder die­sen befugt oder unbe­fugt in Besitz neh­men, ist der Mie­ter ver­pflich­tet, den Ver­mie­ter ent­we­der durch Tele­fax oder durch Einschreiben/Rückschein inner­halb von spä­tes­tens drei Tagen zu benach­rich­ti­gen und vor­ab den oder die Drit­ten auf das Eigen­tum des Ver­mie­ters schrift­lich hin­zu­wei­sen und die­sen Hin­weis dem Ver­mie­ter inner­halb glei­cher First zu über­mit­teln.
Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, dem Ver­mie­ter sämt­li­che Kos­ten zur Wie­der­erlan­gung zu erset­zen und auf Ver­lan­gen des Ver­mie­ters für die Rechts­ver­fol­gungs­kos­ten ange­mes­se­ne Vor­schüs­se zu leisten.

4.7 Der Ver­mie­ter bie­tet bei Ver­trags­ab­schluss gegen einen ange­mes­se­nen Kos­ten­zu­schlag den Abschluss einer Maschi­nen­bruch­ver­si­che­rung an, die auch die wei­te­ren typi­schen Risi­ken wie Dieb­stahl u.a. abge­deckt. Wenn der Mie­ter die Maschi­nen­bruch­ver­si­che­rung abge­schlos­sen hat, ist im Scha­den­fall die aus­ge­wie­se­ne Selbst­be­tei­li­gung von 1000,-Euro des Versicherungsnehmers/Mieters durch den Mie­ter zu tra­gen. Sofern der Mie­ter die­se Ver­si­che­rung nicht abschließt, ver­pflich­tet sich der Mie­ter, den Miet­ge­gen­stand wäh­rend der Miet­zeit gegen alle ein­satz­ty­pi­schen Gefah­ren zuguns­ten des Ver­mie­ters zu ver­si­chern, ins­be­son­de­re gegen Brand, Dieb­stahl, sons­ti­gen Ver­lust, feh­ler­haf­te Bedie­nung, Bau­stel­len­un­fäl­le jeg­li­cher Art und bei für den Stra­ßen­ver­kehr zuge­las­se­nen Maschi­nen auch gegen die Risi­ken des Stra­ßen­ver­kehrs, soweit die­se Risi­ken zu han­dels­üb­li­chen Kon­di­tio­nen ver­si­cher­bar sind und dem Ver­mie­ter auf Ver­lan­gen den Ver­si­che­rungs­schutz vor Über­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des nach­zu­wei­sen.
Der Mie­ter tritt sämt­li­che gegen­wär­ti­gen und künf­ti­gen Ansprü­che aus der von ihm abge­schlos­se­nen Ver­si­che­rung an den Ver­mie­ter ab. Die­ser nimmt die Abtre­tung an. Soweit in den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen eine Abtret­bar­keit der Ansprü­che aus­ge­schlos­sen sein soll­te, ermäch­tigt der Mie­ter den Ver­mie­ter unwi­der­ruf­lich zur Gel­tend­ma­chung und zum Inkas­so des Anspruchs gegen den Versicherer.

4.8 Der Mie­ter trägt die Kos­ten der Betriebs­mit­tel. Vor­han­de­ne Betriebs­mit­tel wer­den bei Über­ga­be und Rest­be­stän­de bei Rück­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des ver­merkt und ent­spre­chend abgerechnet.

 

 

5. Rück­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des, Schadenersatz

 

5.1 Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, den Miet­ge­gen­stand ein­schließ­lich sämt­li­chen etwai­gen Zube­hörs frist­ge­mäß im Sin­ne der Zif­fer 2 die­ser AGB män­gel frei und gesäu­bert zurückzugeben.

5.2 Bei Rück­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des durch den Mie­ter erfolgt eine unver­züg­li­che gemein­sa­me Über­prü­fung des Miet­ge­gen­stan­des durch bei­de Ver­trags­par­tei­en.
Wer­den bei der Über­prü­fung Män­gel fest­ge­stellt, wird der Zustand des Miet­ge­gen­stan­des in einem durch den Mie­ter und den Ver­mie­ter zu unter­zeich­nen­den Rück­ga­be­pro­to­koll fest­ge­hal­ten. Soweit im Ein­zel­fall über das Vor­lie­gen von Män­geln kei­ne Einig­keit der Ver­trags­par­tei­en besteht, ist jede Ver­trags­par­tei berech­tigt, die Auf­nah­me ihrer Ansicht in das Rück­ga­be­pro­to­koll zu ver­lan­gen.
Jede der Ver­trags­par­tei­en kann die Unter­su­chung des Miet­ge­gen­stan­des durch einen durch die für den Ver­mie­ter ört­lich zustän­di­ge Indus­trie- und Han­dels­kam­mer zu benen­nen­den Sach­ver­stän­di­gen ver­lan­gen. Die Sach­ver­stän­di­gen­kos­ten tra­gen die Ver­trags­par­tei­en je nach dem Ergeb­nis der Fest­stel­lun­gen des Sach­ver­stän­di­gen über das Vor­han­den­sein oder Nicht­vor­han­den­sein von Män­geln im Ver­hält­nis ihres Obsie­gens oder Unter­lie­gens. Der Sach­ver­stän­di­ge ent­schei­det auch ver­bind­lich ent­spre­chend dem Fest­stel­lungs­er­geb­nis dar­über, in wel­chem Ver­hält­nis die Par­tei­en die Sach­ver­stän­di­gen­kos­ten zu tra­gen ver­pflich­tet sind.
Soweit zah­len­mä­ßig umfang­rei­che Miet­ge­gen­stän­de zurück­ge­nom­men wer­den, wie bei­spiels­wei­se Scha­lun­gen und Klein­ma­te­ri­al, erfolgt die Rück­nah­me durch den Ver­mie­ter unter dem Vor­be­halt der nach­träg­li­chen Überprüfung.

5.3 Wer­den bei der Rück­ga­be Män­gel, Ver­schmut­zun­gen oder sons­ti­ge Schä­den oder die War­tungs­be­dürf­tig­keit des Miet­ge­gen­stan­des fest­ge­stellt, ist der Mie­ter ver­pflich­tet, die ent­ste­hen­den ange­mes­se­nen Kos­ten zu tra­gen, soweit die­se durch den Mie­ter zu ver­tre­ten sind.

5.4 Wer­den Män­gel, Schä­den oder War­tungs­be­dürf­tig­keit erst spä­ter fest­ge­stellt, ist der Ver­mie­ter ver­pflich­tet, den Mie­ter unver­züg­lich zu benach­rich­ti­gen und ihm eine Nach­prü­fung durch Besich­ti­gung zu ermög­li­chen. Der Mie­ter ist in die­sem Fall nur dann zum Ersatz der Repa­ra­tur- und War­tungs­kos­ten ver­pflich­tet, wenn der Ver­mie­ter dem Mie­ter nach­weist, dass der Mie­ter die Män­gel, Schä­den oder War­tungs­ar­bei­ten zu ver­tre­ten hat, bzw. die­se wäh­rend der Ver­mie­tung an den Mie­ter ent­stan­den sind.

5.5 Ist der Miet­ge­gen­stand auf­grund durch den Mie­ter zu ver­tre­ten­der Umstän­de, ins­be­son­de­re auf­grund von Schä­den, vor­zei­tig not­wen­dig gewor­de­ner War­tungs­ar­bei­ten oder man­gels Rück­ga­be mit sämt­li­chem Zube­hör oder auf­grund sons­ti­ger durch den Mie­ter zu ver­tre­ten­der Umstän­de nicht ander­wei­tig ver­miet­bar, schul­det der Mie­ter eine Nut­zungs­ent­schä­di­gung in Höhe der tages­an­tei­li­gen Mie­te, zuzüg­lich eines vor­läu­fi­gen Miet­aus­fall­scha­dens von min­des­tens drei Werk­ta­gen, falls der Ver­mie­ter nicht eine frü­he­re ander­wei­ti­ge Ver­mie­tung vor­neh­men kann.
Die Gel­tend­ma­chung wei­te­rer Scha­den­er­satz­for­de­run­gen des Ver­mie­ters bleibt vor­be­hal­ten. Der Ver­mie­ter wird sich jedoch um die Gering­hal­tung des Scha­dens pflicht­ge­mäß bemü­hen.
Erfolgt die Rück­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des unvoll­stän­dig, ins­be­son­de­re hin­sicht­lich etwai­gen Zube­hörs, ist der Ver­mie­ter berech­tigt und ver­pflich­tet, nach sei­nem Ermes­sen etwa ver­füg­ba­res Miet­zu­be­hör oder ande­re feh­len­de Tei­le miet­wei­se und gegen zusätz­li­che Ver­gü­tung zur Ver­fü­gung zu stel­len, um eine ander­wei­ti­ge Ver­mie­tung zu ermöglichen.

5.6 Ist dem Mie­ter die Rück­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des aus einem durch ihn zu ver­tre­ten­den Grund unmög­lich gewor­den oder wür­den bei durch den Mie­ter zu ver­tre­ten­den Män­geln oder Schä­den die Repa­ra­tur­kos­ten mehr als 60 % des Zeit­wer­tes betra­gen, ist der Mie­ter zu einer sofor­ti­gen Kün­di­gung des Miet­ver­tra­ges berech­tigt. Der Mie­ter ist jedoch ver­pflich­tet, Scha­den­er­satz in Höhe des Zeit­wer­tes des män­gel­frei­en und unein­ge­schränkt betriebs­be­rei­ten Miet­ge­gen­stan­des zuzüg­lich einer Wie­der­be­schaf­fungs­kos­ten­pau­scha­le (ohne Bear­bei­tungs­ge­büh­ren) von brut­to 5 % sowie eine Nut­zungs­ent­schä­di­gung in Höhe des tages­an­tei­li­gen Miet­zin­ses für einen ange­mes­se­nen Zeit­raum zur Ersatz­be­schaf­fung durch den Ver­mie­ter, längs­tens jedoch für einen Monat zu leis­ten, falls der Ver­mie­ter die sofor­ti­ge Nach­ver­miet­bar­keit nach­weist. Der Ver­mie­ter ist ver­pflich­tet, alle ihm zumut­ba­ren Anstren­gun­gen zur Gering­hal­tung des Scha­dens zu unter­neh­men.
Wei­ter­ge­hen­de Scha­den­er­satz­an­sprü­che des Ver­mie­ters blei­ben unberührt.

 

 

6. Berech­nung des Miet­zin­ses und Abgeltungsumfang

 

6.1 Der Miet­zins ver­steht sich zuzüg­lich der gesetz­li­chen Mehr­wert­steu­er in ihrer jewei­li­gen Höhe ohne Kos­ten für etwai­ge Trans­por­te ab der Betriebs­stät­te des Ver­mie­ters, sowie ohne Betriebs­stof­fe und ohne Per­so­nal des Vermieters.

6.2 Sofern nicht schrift­lich eine abwei­chen­de Ver­ein­ba­rung getrof­fen wur­de, errech­net sich der Gesamt­miet­zins aus dem Tages­miet­zins mul­ti­pli­ziert mit der auf Tage bezo­ge­nen Miet­dau­er. Die Tage der Über­ga­be und Rück­nah­me wer­den als vol­le Miet­ta­ge berechnet.

6.3 Bei mit Betriebs­stun­den­zäh­lern aus­ge­stat­te­ten Miet­ge­gen­stän­den wer­den acht Ein­satz­stun­den als ein Ein­satz inner­halb eines Werk­ta­ges im Durch­schnitt zugrun­de­ge­legt.
Nutzt der Mie­ter den Miet­ge­gen­stand mehr als acht Stun­den im Lau­fe eines Werk­ta­ges, erhöht sich der Miet­zins für jede wei­te­re ange­fan­ge­ne Stun­de um 1/8 des Tages­miet­prei­ses.
Pro Werk­tag ist jedoch min­des­tens eine durch­schnitt­li­che Min­dest­ein­satz­zeit von acht Stun­den zugrun­de­zu­le­gen und zu vergüten.

 

 

7. Fäl­lig­keit, Zah­lung des Miet­zin­ses, Verzug

 

7.1 Die Abrech­nung des Miet­zin­ses und sons­ti­ger For­de­run­gen des Ver­mie­ters erfolgt nach Rück­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des zuzüg­lich der gesetz­li­chen Mehr­wert­steu­er in ihrer jeweils gel­ten­den Höhe. Der Miet­zins ist bei Rück­ga­be durch Bar­zah­lung fäl­lig. Sofern mit Zustim­mung des Ver­mie­ters durch Scheck- oder Wech­sel­be­ge­bung gezahlt wer­den soll­te, erfolgt die Zah­lung erfül­lungs­hal­ber. Ver­langt der Mie­ter bei Bar­zah­lung über die Emp­fangs­be­stä­ti­gung hin­sicht­lich des Miet­zin­ses auf dem Miet­ver­trag hin­aus die Aus­stel­lung einer geson­der­ten Rech­nung, wird bei Rech­nun­gen bis zu brut­to € 150,00 ein Ver­wal­tungs-kos­ten­zu­schlag von € 5,00 + gesetz­li­cher Mehr­wert­steu­er erhoben.

7.2 Der Ver­mie­ter ist jedoch berech­tigt, jeder­zeit Zwi­schen­ab­rech­nun­gen vorzunehmen.

7.3 Die berech­ne­ten Beträ­ge sind spä­tes­tens inner­halb einer Woche ab Rech­nungs­zu­gang bei dem Mie­ter ohne Abzü­ge ein­ge­hend bei dem Ver­mie­ter zahlbar.

7.4 Ab dem 31. Tag nach Zugang der Rech­nung des Ver­mie­ters besteht Ver­zug des Mie­ters gemäß § 286 Abs. 3 BGB. Ab die­sem Zeit­punkt ist der Ver­mie­ter berech­tigt, Ver­zugs­zin­sen in Höhe der gesetz­li­chen Zin­sen von 8 % über dem jeweils gül­ti­gen Basis­zins­satz zu for­dern. Die Gel­tend­ma­chung wei­ter­ge­hen­der Scha­den­er­satz­for­de­run­gen bleibt unbe­rührt.
Mahn­kos­ten sind mit € 5,00 für die ers­te Mah­nung und € 12,00 für jede wei­te­re Mah­nung durch den Mie­ter zu vergüten.

7.5 Zah­lun­gen des Mie­ters wer­den zunächst auf etwai­ge Aus­la­gen und Fremd­kos­ten des Ver­mie­ters, dann auf die Zin­sen und zuletzt auf den Miet­zins angerechnet.

 

 

8. Haf­tungs­be­gren­zung des Ver­mie­ters, Abtre­tung von Scha­den­er­satz­an­sprü­chen gegen Drit­te an den Mieter.

 

8.1 Scha­den­er­satz­an­sprü­che des Mie­ters wegen Ver­schul­dens des Ver­mie­ters vor und bei Ver­trags­ab­schluss im Sin­ne des § 311 BGB, uner­laub­ter Hand­lung und nicht vor­her­seh­ba­rer Schä­den sind aus­ge­schlos­sen, soweit sie nicht auf Vor­satz oder gro­ber Fahr­läs­sig­keit des Ver­mie­ters oder sei­ner Erfül­lungs­ge­hil­fen beru­hen, sich der Ver­mie­ter nicht gemäß § 831 BGB excul­pie­ren kann und bei Vor­lie­gen ein­fa­cher Fahr­läs­sig­keit inso­weit, als sich die Scha­den­er­satz­an­sprü­che nicht auf die Ver­let­zung von Kar­di­nal­pflich­ten (wesent­li­chen Ver­trags­pflich­ten) bezie­hen und nicht Gesund­heits­schä­den Gegen­stand der strit­ti­gen For­de­rung sind und nicht die Gel­tend­ma­chung von Ansprü­chen aus dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz mög­lich ist.

8.2 Die Haf­tung des Ver­mie­ters ist grund­sätz­lich begrenzt auf den jeweils ent­ste­hen­den unmit­tel­ba­ren typi­scher­wei­se vor­her­seh­ba­ren Schaden.

8.3 Soweit eine über die Zif­fern 8.1. und 8.2. hin­aus­ge­hen­de Haf­tung des Ver­mie­ters ver­bleibt, ist die­ser nur scha­den­er­satz­pflich­tig, soweit er den Scha­den in ange­mes­se­ner Höhe durch Ver­si­che­rung sei­ner gesetz­li­chen Haft­pflicht gedeckt hat oder im Rah­men von durch die Ver­si­che­rungs­auf­sichts­be­hör­den geneh­mig­ten All­ge­mei­nen Ver­trags­be­din­gun­gen. (AVB) zu tarif­mä­ßi­gen, nicht auf außer­ge­wöhn­li­che Ver­hält­nis­se abge­stell­ten Prä­mi­en und Prä­mi­en­zu­schlä­gen bei einem im Inland zum Geschäfts­be­trieb zuge­las­se­nen Ver­si­che­rer hät­te decken kön­nen und kein Fall der Leis­tungs­frei­heit des Ver­si­che­rers vor­liegt oder vor­lä­ge. Bei Leis­tungs­frei­heit des Ver­si­che­rers bleibt der Ver­mie­ter in Höhe des­je­ni­gen Betra­ges haft­bar, den der Ver­si­che­rer zu zah­len hät­te, wenn kein Fall der Leis­tungs­frei­heit vorläge.

8.4 Der Ver­mie­ter ist ver­pflich­tet, etwai­ge ihm gegen Drit­te – ins­be­son­de­re Ver­si­che­run­gen – zuste­hen­de Ansprü­che, soweit er die­se nicht zur Abde­ckung eige­ner Scha­den­er­satz­pflich­ten benö­tigt, auf Ver­lan­gen an den Mie­ter abzu­tre­ten, soweit dies nicht in den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen aus­ge­schlos­sen ist.

 

 

9. Siche­rungs­rech­te des Ver­mie­ters, Forderungsabtretungen

 

9.1 Der Mie­ter tritt mit Unter­zeich­nung des Miet­ver­tra­ges siche­rungs­hal­ber in Höhe der gegen­wär­ti­gen und künf­ti­gen For­de­run­gen des Ver­mie­ters sämt­li­che gegen­wär­ti­gen und künf­ti­gen For­de­run­gen und Leis­tungs­an­sprü­che gegen sei­ne Ver­si­che­rer (soweit dies nach den Bedin­gun­gen sei­ner Ver­si­che­rer zuläs­sig ist), sowie sämt­li­che gegen­wär­ti­gen und künf­ti­gen Ansprü­che gegen sei­nen Auf­trag­ge­ber hin­sicht­lich der­je­ni­gen Leis­tun­gen des Mie­ters ab, zu deren Erbrin­gung der Miet­ge­gen­stand ein­ge­setzt wur­de.
Der Ver­mie­ter nimmt die Abtre­tun­gen an.
Der Ver­mie­ter ver­pflich­tet sich gegen­über dem Mie­ter, die For­de­rungs­ab­tre­tung gegen­über dem oder den Drittschuldner(n) so lan­ge nicht offen­zu­le­gen, wie der Mie­ter sich nicht in Ver­zug befin­det oder das Miet­ver­hält­nis nicht aus wich­ti­gem Grun­de gekün­digt ist.

9.2 Falls der Ver­mie­ter den Ver­trag aus wich­ti­gem Grun­de gekün­digt hat oder der Mie­ter sich mit der Rück­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des in Ver­zug befin­den soll­te, ist der Ver­mie­ter berech­tigt, den Miet­ge­gen­stand auch ohne Zustim­mung des Mie­ters in Besitz zu neh­men. Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, dem Ver­mie­ter den Zugang zum Stand­ort des Miet­ge­gen­stan­des zu ermög­li­chen und die Weg­nah­me zu dulden.

 

 

10. Auf­rech­nungs­be­schrän­kung, Abtre­tungs- und Einziehungsermächtigungsausschluss

 

10.1 Der Mie­ter ist berech­tigt, mit einer unbe­strit­te­nen oder rechts­kräf­tig fest­ge­stell­ten oder zumin­des­tens als zuguns­ten des Mie­ters durch gericht­li­chen Hin­weis als ent­schei­dungs­reif bezeich­ne­ten For­de­rung gegen den Ver­mie­ter aufzurechnen.

10.2 Die Befug­nis des Mie­ters, Ansprü­che aus die­sem Ver­trag an Drit­te abzu­tre­ten oder Drit­te zur Ein­zie­hung von For­de­run­gen oder der Gel­tend­ma­chung von Ansprü­chen aus die­sem Ver­trag zu ermäch­ti­gen, wird ausgeschlossen.

 

 

11. Leis­tungs­ver­wei­ge­rungs­recht des Vermieters

 

Wer­den dem Ver­mie­ter nach Ver­trags­ab­schluss Umstän­de bekannt, die ernst­haf­te Beden­ken dar­über recht­fer­ti­gen, dass in den Ver­mö­gens­ver­hält­nis­sen des Mie­ters eine wesent­li­che Ver­schlech­te­rung ein­ge­tre­ten ist oder der Mie­ter schon bei Ver­trags­schluss nicht mehr aus­rei­chend zah­lungs­fä­hig war und dadurch der Anspruch auf die Zah­lung des Miet­zin­ses oder sons­ti­ger For­de­run­gen aus dem Miet­ver­hält­nis gefähr­det ist, ist der Ver­mie­ter berech­tigt, sei­ne Leis­tung so lan­ge zu ver­wei­gern, bis die Gegen­leis­tung bewirkt ist oder Sicher­heit dafür geleis­tet wur­de. Des wei­te­ren ist der Ver­mie­ter berech­tigt, von dem Mie­ter die einst­wei­li­ge Her­aus­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des zu ver­lan­gen. Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, die­se unver­züg­lich herauszugeben.

 

 

12. Kün­di­gung aus wich­ti­gem Grun­de durch die Vertragsparteien

 

12.1 Bei­de Ver­trags­par­tei­en sind zur frist­lo­sen Kün­di­gung des Miet­ver­tra­ges aus wich­ti­gem Grun­de berech­tigt, falls die jeweils ande­re Ver­trags­par­tei ihre ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen so erheb­lich ver­letzt, dass der jeweils ande­ren Par­tei die Fort­set­zung des Miet­ver­hält­nis­ses nicht mehr zumut­bar ist.

12.2 Ein wich­ti­ger Kün­di­gungs­grund für den Ver­mie­ter liegt ins­be­son­de­re vor, wenn

  • der Mie­ter mit der Zah­lung von nicht nur im Sin­ne des § 320 Abs. 2 BGB gering­fü­gi­gen Ver­bind­lich­kei­ten­Ver­zug ist,
  • Voll­stre­ckungs­maß­nah­men gegen den Mie­ter durch­ge­führt werden,
  • bei dem Mie­ter im Sin­ne der §§ 17 ff. InsO Zah­lungs­un­fä­hig­keit, dro­hen­de Zah­lungs­un­fä­hig­keit oder Über­schul­dung vorliegt,
  • der Mie­ter den Miet­ge­gen­stand trotz Abmah­nung durch den Ver­mie­ter in tech­nisch schä­di­gen­der Wei­se oder sons­ti­ger erheb­lich ver­trags­wid­ri­ger Wei­se benutzt,
  • der Mie­ter den Miet­ge­gen­stand unbe­fugt Drit­ten über­lässt oder an einen
  • ver­trag­lich nicht ver­ein­bar­ten Ort verbringt.

 

 

13. Rechts­wahl, Erfül­lungs­ort und Gerichtsstand

 

13.1 Der Miet­ver­trag unter­liegt nach den Grund­sät­zen des Inter­na­tio­na­len Pri­vat­rech­tes aus­schließ­lich dem Recht der Bun­des­re­pu­blik Deutschland.

13.2 Für Unter­neh­mer ist Errul­lungs­ort und Gerichts­stand der Sitz des Ver­mie­ters, unbe­scha­det jedoch des Rechts des Ver­mie­ters, an einem sons­ti­gen gesetz­lich zuläs­si­gen Gerichts­stand Kla­ge zu erheben.

Für sons­ti­ge Per­so­nen gilt:

Hat der Mie­ter in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land kei­nen all­ge­mei­nen Gerichts­stand, ist Erfül­lungs­ort und Gerichts­stand der Sitz des Ver­mie­ters, unbe­scha­det des Rech­tes des Ver­mie­ters, an einem sons­ti­gen gesetz­lich zuläs­si­gen Gerichts­stand Kla­ge zu erhe­ben.
Ansons­ten gel­ten die gesetz­li­chen Bestim­mun­gen der §§ 38 ff. Zivil­pro­zeß­ord­nung (ZPO).

 

 

14. Ver­tra­glü­cken

 

Soll­te sich eine Rege­lungs­lü­cke in die­sem Ver­trag her­aus­stel­len, berührt dies nicht die Wirk­sam­keit des Ver­tra­ges. Die Ver­trags­par­tei­en sind viel­mehr ver­pflich­tet, die lücken­haf­ten Ver­trags­be­stand­tei­le durch sol­che Ver­trags­be­stim­mun­gen zu ergän­zen, die dem ins­ge­samt gewoll­ten Ver­trags­in­halt wirt­schaft­lich und in recht­lich zuläs­si­ger Wei­se ent­spre­chen oder ihm mög­lichst nahe kom­men.
Ergän­zen­de All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen zu den „Miet­park All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen“ gemäß deren Zif­fer 1.1 für Groß­ge­rä­te, mobi­le Hal­len, Gebäu­de, Con­tai­ner, WC-Kabi­nen und sons­ti­ge ver­gleich­ba­re Miet­ge­gen­stän­de sowie für Arbeitsbühnen

 

 

A: All­ge­mei­ne Bestimmungen

 

1.1 Erfül­lungs­ort, Über­ga­be, Rücktransport

1.1.1 Erfül­lungs­ort für die Über­ga­be und die Rück­ga­be des Miet­ge­gen­stan­des ist der Lage­rungs­ort am Sitz des Vermieters.

1.1.2 Ist die Anlie­fe­rung durch den Ver­mie­ter bei dem Mie­ter ver­ein­bart, trägt der Mie­ter sämt­li­che Gefah­ren ab dem Beginn der Auf­la­dung. Die Abla­dung ist durch den Mie­ter durch­zu­füh­ren. Sofern die Abla­dung durch den Ver­mie­ter ver­ein­bart ist, erfolgt die Abla­dung neben dem Fahr­zeug.
Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, den Miet­ge­gen­stand best­mög­lich gegen Wit­te­rungs­ein­flüs­se, Beschä­di­gun­gen durch gefahr­ge­neig­te Arbei­ten Drit­ter und durch Bewa­chung wäh­rend der gesam­ten Stand­zeit zu schützen.

1.1.3 Der Ver­mie­ter kann ver­lan­gen, dass zum tech­nisch siche­ren Trans­port Dritt­un­ter­neh­men nach Wahl des Ver­mie­ters durch den Mie­ter ein­ge­schal­tet werden.

 

1.2 Trans­port von Miet­ge­gen­stän­den durch Dritte

1.2.1 Trans­por­te durch Drit­te erfol­gen im Auf­trag und für Rech­nung des Mie­ters, wenn nicht aus­drück­lich etwas ande­res ver­ein­bart wur­de. Soweit der Ver­mie­ter den Trans­port­auf­trag namens des Mie­ters vor­be­rei­tet und ver­gibt, erfolgt die Fest­le­gung des Beför­de­rungs­mit­tels und des Beför­de­rungs­we­ges nach Wahl des Ver­mie­ters und unter Aus­schluss der Haf­tung für etwai­ge Fehl­leis­tun­gen durch das beauf­trag­te Unter­neh­men. Soll­te die­ses den Trans­port nicht frist­ge­mäß durch­füh­ren, lagert der Miet­ge­gen­stand nach ein­ma­li­ger Mah­nung gegen­über dem Mie­ter auf Rech­nung und Gefahr des Mie­ters bei dem Vermieter.

1.2.2 Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, in eige­ner Ver­ant­wor­tung die jeweils geeig­ne­te An- und Abtrans­port­stre­cke und die geeig­ne­ten Trans­port­mit­tel zu prü­fen und dem Ver­mie­ter mit­zu­tei­len. Die Kos­ten für etwa auf­tre­ten­de Ver­zö­ge­run­gen, Unmög­lich­keit oder sons­ti­ge Erschwer­nis­se sind durch den Mie­ter zusätz­lich zu ver­gü­ten, soweit sie nicht durch den Ver­mie­ter zu ver­tre­ten sind.

 

1.3 Anlie­fe­rung, Rücktransport

1.3.1 Vor­aus­set­zung für die Anlie­fe­rung an den von dem Mie­ter ange­ge­be­nen Bestim­mungs­ort ist, dass die­ser auf Stra­ßen erreich­bar ist, die auch durch schwe­re Last­zü­ge befah­ren wer­den kön­nen. Ver­langt der Mie­ter, dass zur Anlie­fe­rung die geeig­ne­te Stra­ße ver­las­sen wer­den muss, Geh­stei­ge, Zuwe­ge oder Grund­stü­cke befah­ren wer­den müs­sen, haf­tet der Mie­ter für etwa auf­tre­ten­de Schä­den oder Erschwernisse.

1.3.2 Bei der Abla­dung oder bei der Auf­la­dung zum Rück­trans­port ent­ste­hen­de War­te­zei­ten von mehr als 20 Minu­ten wer­den dem Mie­ter ange­mes­sen berechnet.

1.3.3 Unvor­her­ge­se­he­ne außer­ge­wöhn­li­che Ereig­nis­se wie hoheit­li­che Maß­nah­men, Ver­kehrs­stö­run­gen, Arbeits­kämp­fe etc. ver­län­gern die Frist für durch den Ver­mie­ter über­nom­me­ne Leis­tun­gen für die Dau­er der Aus­wir­kung jener Ereig­nis­se. Glei­ches gilt sinn­ge­mäß für die durch den Mie­ter über­nom­me­nen Pflichten.

1.3.4 Ver­ein­bar­te Abruf­zei­ten sind durch den Mie­ter genau ein­zu­hal­ten. Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, ab dem ver­ein­bar­ten Abruf­zeit­punkt den Miet­zins zu ent­rich­ten. Der Miet­ge­gen­stand lagert ab die­sem Zeit­punkt auf Gefahr des Mie­ters bei dem Vermieter.

 

2. Neben­leis­tun­gen 

2.1 Der Mie­ter trägt sämt­li­che Kos­ten für Neben­leis­tun­gen, die im Zusam­men­hang mit dem Trans­port, der Ab- und Auf­la­dung sowie der Nut­zung des Miet­ge­gen­stan­des ent­ste­hen. Dazu gehö­ren ins­be­son­de­re Kos­ten für den Ein­satz von Krä­nen und sons­ti­gen Hebe­ge­rä­ten bei der Ab- und Auf­la­dung und Kos­ten für die tech­nisch ord­nungs­ge­mä­ße Vor­be­rei­tung des Unter­grun­des für die Auf­stel­lung des Mietgegenstandes.

2.2 Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, recht­zei­tig auf sei­ne Kos­ten vor Auf­stel­lung des Miet­ge­gen­stan­des den tech­nisch geeig­ne­ten Unter­grund her­zu­stel­len, ein­schließ­lich etwa not­wen­di­ger Ver­dich­tun­gen, Unter­bau­ten, Fun­da­men­te und ähn­li­chem. Der Ver­mie­ter kann hier­zu ergän­zen­de Vor­ga­ben machen.

2.3 Glei­ches gilt für etwa not­wen­di­ge Ver- oder Ent­sor­gungs­lei­tun­gen und die Anschlüs­se des Miet­ge­gen­stan­des an diese.

 

3. Behörd­li­che Genehmigungen

3.1 Die recht­zei­ti­ge Ein­ho­lung etwa not­wen­di­ger behörd­li­cher Son­der­ge­neh­mi­gun­gen und die Durch­füh­rung der etwa not­wen­di­gen Fol­ge­maß­nah­men (z.B. Stra­ßen­ab­sperr­maß­nah­men) erfolgt aus­schließ­lich durch den Mie­ter und in des­sen Verantwortung.

3.2 Der Mie­ter ver­pflich­tet sich, den Miet­ge­gen­stand nicht zu benut­zen, bevor die etwa erfor­der­li­chen Geneh­mi­gun­gen und deren Fol­ge­maß­nah­men vor­lie­gen bzw. durch­ge­führt sind.

 

B: Zusätz­li­che Bestim­mun­gen für ein­zel­ne Geräte

 

1. Groß­ge­rä­te

Der Trans­port und die Mon­ta­ge von Gerä­ten am Ein­satz­ort, die durch den Ver­mie­ter demon­tiert zur Ver­fü­gung gestellt wer­den und am Ein­satz­ort mon­tiert wer­den müs­sen, erfol­gen aus­schließ­lich durch Beauf­trag­te des Ver­mie­ters auf Kos­ten des Mieters.

 

2. Mobi­le Hal­len, Gebäu­de, Con­tai­ner, WC-Kabi­nen und sons­ti­ge ver­gleich­ba­re Mietgegenstände

2.1 Die Ein­mes­sung und Auf­stel­lung des Miet­ge­gen­stan­des erfolgt nach Wahl des Ver­mie­ters durch Ange­stell­te des Mie­ters oder des Ver­mie­ters nach den Auf­stel­lungs­an­wei­sun­gen des Mie­ters und auf Kos­ten des Mieters.

2.2 Die Dächer – ins­be­son­de­re von Con­tai­nern – dür­fen nicht als Lager­flä­che genutzt oder belas­tet werden.

2.3 Soweit der Mie­ter eine Auf­stel­lung vor­ge­nom­men hat, die für den Miet­ge­gen­stand eine Beschä­di­gungs- oder Zer­stö­rungs­ge­fahr beinhal­tet, ist der Ver­mie­ter berech­tigt, die Auf­stel­lung abwei­chend von den Plä­nen des Mie­ters auf des­sen Kos­ten vorzunehmen.

2.4 Bei der Anmie­tung von mobi­len Hal­len und Gebäu­den ist jeweils eine Vor­aus­zah­lung in Höhe von 35 % des vor­aus­sicht­li­chen Miet­zin­ses bei Ver­trags­ab­schluss fällig.

2.5 Bei der Ver­mie­tung von WC-Kabi­nen ist der Mie­ter ver­pflich­tet, auf Ver­lan­gen des Ver­mie­ters einen zusätz­li­chen Ver­trag mit einem Ser­vice­un­ter­neh­men abzu­schlie­ßen, das min­des­tens ein­mal wöchent­lich die Rei­ni­gung und Ent­sor­gung durch­führt. In die Ent­sor­gungs­be­häl­ter dür­fen kei­ner­lei Fremd­kör­per, ins­be­son­de­re kei­ne Fla­schen oder sons­ti­ger Müll, ein­ge­bracht werden.

 

3. Arbeits­büh­nen

3.1 Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, die Prü­fung für die Eig­nung des Gerä­tes für den durch den Mie­ter vor­ge­se­he­nen Ein­satz genau­es­tens durch­zu­füh­ren und das Gerät nur zu Ein­sät­zen zu ver­wen­den, für das Gerät in vol­lem Umfang geeig­net ist und Schä­den Drit­ter und eine Beschä­di­gung des Gerä­tes nicht zu befürch­ten sind.

3.2 Der Mie­ter ver­pflich­tet sich, das Gerät nicht (direkt oder indi­rekt) als Hebe­ge­rät für sons­ti­ge Gegen­stän­de zu verwenden.

3.3 Der Mie­ter ist ver­pflich­tet, täg­lich vor Arbeits­be­ginn den Motor­öl- und Hydrau­lik-ölstand sowie den Was­ser­stand der Bat­te­rie zu prü­fen und gege­be­nen­falls Öl und Was­ser aufzufüllen.

3.4 Der Mie­ter ist des wei­te­ren ver­pflich­tet, bei Auf­tre­ten eines Man­gels die Benut­zung des Gerä­tes sofort ein­zu­stel­len und den Ver­mie­ter zu benach­rich­ti­gen und des­sen Wei­sun­gen durchzuführen.

 

4. Bau­stel­len­si­che­rungs­ge­rä­te

4.1 Der Auf­bau erfolgt durch den Mie­ter in eige­ner Ver­ant­wor­tung. Soll­te der Ver­mie­ter – ohne hier­zu ver­pflich­tet zu sein – Feh­ler bei der Auf­stel­lung fest­stel­len, ist er berech­tigt, den Auf­bau nach eige­nem Ermes­sen zu gestalten.

4.2 Der Mie­ter ver­pflich­tet sich, auf den Bau­stel­len­si­che­rungs­ge­rä­ten kei­ner­lei Wer­be­ma­te­ria­li­en anzubringen